Ein Freiwilliger wie Anton

Ein Freiwilliger wie Anton

Mittwoch, August 15th, 2018


Für mich persönlich war es sehr reizvoll etwas Gutes zu tun und gleichzeitig in Israel zu sein, ich würde es jedem empfehlen mal nach Israel zu fahren.
Nun zum Volontariat: Ich bekam festgelegte Aufgaben zugeteilt, der Schwerpunkt lag auf Physiotherapie. Meine Hauptaufgabe bestand darin, die Bewohner vom Rollstuhl in eine Konstruktion zu bringen in der sie praktisch mit Hilfe stehen können, mithilfe eines kleinen Krans. Die Bewohner sind in Klassen von circa 7 Personen eingeteilt mit jeweils mindestens einer Lehrerin. Eine dieser Klassen ist sozusagen eure, in der man dann immer füttert und so weiter. Man hat aber auch mit Kindern aus anderen Klassen zu tun, um diese in die Stehposition (in der Regel 30 Minuten) zu bringen zum Beispiel. Normalerweise bringt man Sie dann in dieser Konstruktion (mit Rädern) wieder in Ihre Klasse, während man selbst möglicherweise wieder in die eigene Klasse geht, normalerweise hat man aber einige hintereinander sodass man recht beschäftigt ist.

Morgens nach dem Frühstück haben die Bewohner immer ein morgendliches Treffen mit ihren Lehrerinnen in der Klasse in dem eine Begrüßung stattfindet, jüdische Rituale gemacht werden,… Während der zweiten Hälfte des Vormittages findet eine Aktivität statt; heißt es wird gebastelt und Ähnliches. Auch dabei hilft man, die eigentliche Aufgabe ist allerdings bestimmte Kinder zu bestimmten Zeiten über den Tag verteilt in die Stehposition zu bringen.

Danach gibt es Mittagessen, bedeutet also füttern. Daraufhin gehen die Kinder mittags schlafen und der Arbeitstag ist vorbei, man kann sich kostenlos Mittagessen in der Küche holen wenn man will.
Ab und zu werden Ausflüge mit den Kindern gemacht, es wird gesagt was man machen soll; normalerweise schiebt man jemandem im Rollstuhl.
Der Ablauf ist aber je nachdem wo man eingeteilt wird unterschiedlich, das sind also meine Erfahrungen. Ich war in der Gruppe mit den älteren „Kindern“, die meisten in den 20ern. Es gibt auch noch Abteilungen mit Kleinkindern und Jüngeren.

Richtig toll ist, wenn man Beziehungen zu den Kindern aufbaut und Spaß mit ihnen zusammen hat oder einfach mal irgendwas Individuelles machen kann.

Viel Spaß und Erfolg!

Anton