Leo und Susan Noé stiften das ALEH „Bet Chayil“ Center, Israels größte Sonderschule und Rehabilitationszentrum

Leo und Susan Noé stiften das ALEH „Bet Chayil“ Center, Israels größte Sonderschule und Rehabilitationszentrum

In diesem Jahr konnte die Gemeinschaft von Menschen mit Behinderung die Freude, die mit dem jüdischen Simchat Torah Fest einhergeht, schon frühzeitig erleben: Am Donnerstag, den 17. Oktober, also 5 Tage vor dem eigentlichen Feiertag, eröffnete ALEH mitten im Herzen Bnei Braks das Bet Chayil –Sonderschule und Rehabilitationszentrum auf dem letzten Stand der Technik. Dies wurde von Langzeitunterstützern Leo und Susan Noé ermöglicht, die diesen Beitrag zu Ehren von Leos Eltern, Salomon und Ruchi Noé geleistet haben.

Die Festlichkeiten wurden von ALEHs Direktor Rabbiner Yehuda Marmorstein geleitet, in Anwesenheit waren Rabbiner Lord Jonathan Sacks und der erweiterte Familienkreis Noé. Zu Beginn wurde feierlich eine Torahrolle eingeweiht, die auch von Leo und Susan Noé gestiftet wurde, um der zukünftigen Synagoge und dem Konferenzzentrum von Bet Chayil eine spirituelle Basis zu geben.

Damit auch die ALEH Kinder an der Feier teilnehmen konnten, begann die Einweihungsprozession in der Bnei Braker ALEH Niederlassung, die nur wenige Kilometer vom neuen Bet Chayil Zentrum entfernt gelegen ist. Hunderte von Freunden von ALEH und auch Einwohner aus der Gegend kamen, um sich mit den ALEH Kindern zu freuen, zu singen und zu tanzen, und dann die neue Torahrolle in eine helle und bedeutungsvolle Zukunft zu begleiten.

„Es ist so aufregend, unseren Traum verwirklicht sehen zu können. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich vor 18 Jahren zusammen mit Leo und Susan bei ihnen zu Hause gesessen habe, und wir gemeinsam darüber sprachen, wie sehr eine Sonderschule und ein Rehabilitationszentrum dieser Größe und mit diesem Behandlungsspektrum die Behindertenpflege in Israel tranformieren würden“, erzählte Rabbiner Marmorstein bei der Zeremonie. „Dank Leo und Susan Noé ist die Zeit endlich gekommen, eine neue Era für ALEH und Israels Gemeinde von behinderten Menschen einleiten zu können. Ich habe keinerlei Zweifel, dass Leos Eltern, Salomon und Ruchi Noé unglaublich stolz auf ihre Kinder sind, und über diesen heiligen Ort und uns alle wachen werden.“

Bet Chayil, das nun größte pädagogische und rehabilitative Tageszentrum in Israel, wird über 350 Babies, Kleinkindern und Erwachsenen mit diversen Behinderungen versorgen können. Das Angebot wird eine Vielzahl an Diensten umfassen, darunter ein Frühinterventionsprogramm, eine Sondervorschule und Kindergärten, sowie private Rehabilitationstherapien. Wie auch alle anderen ALEH Niederlassungen wird sich das Bet Chayil Zentrum darauf fokussieren, für alle Bewohner und Patienten ein individuelles Therapieprogramm zu kreieren, dass speziell für ihre Bedürfnisse entwickelt wurde.

Nach der lebhaften Feier mit der Gemeinde kamen Freunde und Familie der Noés zusammen, um gemeinsam mit Leo und Susan bei der bewegenden Einweihung des Gebäudes, der Anbringung der Mesusa am Haupteingang durch Rabbiner Lord Jonathan Sacks und einer Führung des neuen Bet Chayil Zentrums mit Rabbiner Marmorstein dabei zu sein.

„Meine Eltern, Salomon und Ruchi Noé, waren sehr bescheidene Menschen, die mit dem Ausmaß dieser wunderschönen Feier sicherlich überfordert gewesen wären. Für sie zählte vor allem die Effektivität, und sie hätten sich gewünscht, dass dieses Gebäude effektiv für die bedürftigsten unserer Kinder sorgen und viele Arbeitsplätze kreieren würde – das Erfüllen von menschlichem Potential auf allen Ebenen“, sagte Herr Noé bei dem eleganten Buffet, das auf die Einweihungszeremonie folgte.

„An Sukkot sitzen wir in Laubhütten und anderen provisorischen Behausungen; dies soll uns unter anderem als Erinnerung an die Ananei Hakavod – „Ruhmenswolken“ – dienen, mit denen Gott das jüdische Volk bei dessen Reisen in der Wüste umhüllt und geschützt hatte, als wir möglichen Angriffen ausgesetzt und eines solchen Schutzes bedurften. Im Kontrast dazu gibt es bestimmte Segmente der Gesellschaft, die immer verletzlich sind und auf besonderen Schutz angewiesen sind. Sie brauchen ein permanentes Gebäude, eine stabile Struktur, und wir hoffen, dass dieses Gebäude ihre Ruhmeswolken sein wird, sie mit Schutz umhüllen, und ihnen Unterstützung und verschiedenen Möglichkeiten für ihre persönliche Entwicklung bieten wird.“

Rabbiner Lord Sacks, ein enger Freund von Leo Noé und Langzeitheld von ALEH, rundete den Abend ab, und gab zu, von den Feierlichkeiten überwältigt worden zu sein. „Ich war zu Tränen gerührt, das Tanzen mit der Torahrolle vor dem ALEH Gebäude miterleben zu dürfen. Und ich muss sagen, dass alle meine Begegnungen mit ALEH sehr befreiend gewesen waren. Jeder, der ALEH betritt, bekommt das Gefühl, von Engeln umgeben zu sein, denn es ist ein Ort von reinster Nächstenliebe und ehrlichem Mitgefühl.“

„Während Sukkot [dem Laufhüttenfest, welches dem Simchat Torah Fest vorangeht], legt uns Gott nahe, uns „des Festes zu erfreuen“ – „wesamachta bechagecha“. Es ist bemerkenswert, dass das hebräische Wort für “Freude” und nicht etwa „Glücklichsein“ verwendet wird. Das liegt daran,“ erklärte Rabbiner Lord Sacks, „dass man auch alleine glücklich sein kann, jedoch wahre Freude nur gemeinsam mit anderen erlebt werden kann. Auch als richtige Erbauer haben Leo und Susan nie vergessen, wo sie herkamen; und Teil davon ist sich zu erinnern, dass man nicht allein auf dieser Welt ist und eine Verantwortung gegenüber anderen hat. Die Torah – und ALEH – lehrt uns das fundamentalste Konzept des Judentums: Ein Volk ist geschützt, wenn es sich um die Schutzlosen kümmert. Wir sind Leo und Susan so dankbar dafür, dass sie sich dieses Konzept zu Herzen genommen und mit Bet Chayil diesen wundervollen Ort erschaffen haben, der so vielen Menschen helfen wird, den Schutzlosesten unter uns.“

Bet Chayil wird über eine Zahnklinik für Menschen mit Behinderungen, eine Werkstatt für mobile Hilfsmittel, ein Zentrum für Tiertherapie und einen Rehabilitationssensorikpark, sowie einen Hydrotherapiepool nach olympischen Größenstandards und umfassende Dienstleistungen verfügen; dies und noch mehr soll sowohl für ALEH-Bewohner mit komplexen Behinderungen als auch für Mitglieder der Gemeinde als Ganzes angeboten werden, und das Spektrum von geringen Entwicklungsverzögerungen bis hin zur komplexen Pflege reichen.