Unser Ausflug in den Gush

Unser Ausflug in den Gush

Alle 1,5 Monate versuchen wir unseren Freiwilligen die Möglichkeit zu geben, etwas Energie zu tanken und Israel etwas näher kennenzulernen. Deswegen machten wir uns am 13. Juni mit 30 unserer Freiwilliger aus Negev, Jerusalem und Gedera auf und zeigten ihnen den Gush, ein Gebiet südlich von Jerusalem. Zuerst trafen wir uns mit Moshe Savil, einem ehemaligen Bürgermeister von Gush Etzion, an der großen Gush Etzion Kreuzung. Er gab uns eine kleine Einführung über die historisch bedeutungsvolle Gegend. Die Kreuzung, an der wir uns trafen, ist ein politischer Brennpunkt, weswegen dort sehr viele Soldaten stationiert sind. Für sie wurde eine Art Soldatenlokal, das „Pina Chama“, eröffnet, zu Ehren der Soldaten, die bei Terrorattacken ums Leben kamen. Das gemütliche Lokal wird von Freiwilligen aus der Gegend als Dank und Zeichen der Solidarität betrieben. Dort können sich die Soldaten ausruhen und sich bei Kaffee und Kuchen, der von den Freiwilligen gebacken wurde, erholen.

Nach dem Lokal verabschiedeten wir uns von Moshe und sind los zum Obstgarten „Perot BaYaar“, wo wir die schöne Aussicht und leckere Kirschen genießen durften.

Das Kirschpflücken hat uns richtig Appetit gemacht, deswegen fuhren wir zum Oz VeGaon Park, um uns bei Pitabrot, Aufschnitt, Salaten und Dips eine Pause zu gönnen. Moshe hat uns zuvor bei der Einführung erzählt, dass der Park in Gedenken an drei Jugendliche errichtet wurde, die 2014 entführt und ermordet wurden. Der Park ist wunderschön, mit viel Platz zum Picknicken, einem Spielplatz und sogar einer Art Küche! Wir genießen die Pause und nutzen die Zeit, um einander bei einem kleinen Spiel etwas besser kennenzulernen – schließlich bekommen die Freiwilligen aus den verschiedenen ALEH Niederlassungen nur bei diesen Ausflügen die Gelegenheit einander zu treffen und sich über die eigenen Erfahrungen auszutauschen.

Nach der willkommenen Pause war unser letzter Halt das Gush Etzion Besucherzentrum, in dem wir einen Film über die Entwicklung von Kibbutzim und Siedlungen in den 1940‘ Jahren und deren tragischen Fall im Jahre 1948, direkt vor der Unabhängigkeitserklärung Israels. Und damit war unser Ausflug auch schon zu Ende – erschöpft aber glücklich machen wir uns alles auf den Weg nach Hause. Wir genossen die gemeinsame Zeit sehr und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit unseren alten und ein erstes Treffen mit unseren neuen Freiwilligen!